Was gerade in unserem skandinivischen Nachbarland passiert, treibt einem die Tränen der Wut in die Augen. Gerade erst vor ein paar Tagen habe ich hier erzählt, wie kalt es zur Zeit in Deutschland ist, und damit meine ich auch diesmal nicht das Wetter.

Nun ja, lieber Leser, wem das noch zu muckelig ist, wer es noch kälter mag, der sollte am besten jetzt nach Dänemark auswandern. Obwohl, warte, stimmt ja! Das könnt Ihr vergessen, weil: die lassen keinen mehr rein! Die Grenzen sind ja schon eine ganze Weile dicht. Nach 20.000 aufgenommenen Flüchtlingen im Jahr 2015 hat Dänemark beschlossen, dass es reicht.

Seitdem wird Angst geschürt. Krankheiten würden sie einschleppen, die Flüchtlinge, konkret geht es um zwei vermeintliche Diphterie-Fälle und damit um eine Krankheit, die sich mit Antibiotika behandeln lässt und gegen die man sich darüber hinaus impfen lassen kann.

Mehrere Discotheken und Nachtclubs der Region Sønderborg sind jetzt dazu übergegangen, am Einlass zu prüfen, ob die Gäste Dänisch, Englisch oder Deutsch sprechen. Es hat wohl in der Vergangenheit mehrfach sexuelle Übergriffe gegen Frauen und Mädchen gegeben und für das Sicherheitspersonal im Nachtleben ist es wichtig, mit den Gästen kommunizieren zu können – so wird die neue Regel erklärt und gerechtfertigt.

Zugegeben, ich bin selber eine Frau, und auch wenn nicht wirklich Angst empfinde (obwohl auch ich schon begrapscht und mehrmals richtig dumm angemacht wurde in meinem Leben), ändert das nichts an dem Umstand, dass Muslime, so sie denn nicht fortschrittlich eingestellt sind, komplett andere Wertvorstellungen haben, wenn es um Frauenrechte geht, als jene der Länder, in denen sie Zuflucht suchen. Obwohl die Katholiken sich da auch nicht gerade mit Ruhm besudeln, was ihr Frauenbild betrifft. Aber gut, das soll hier nicht in einen hairsplitting contest ausarten. Was ich allerdings vor kurzem in dem Interview mit Zana Ramadani gelesen habe, hat mich dann doch nachdenklich gestimmt. Und ich behaupte jetzt einfach mal, dass diese Frau sehr wohl weiß, wovon sie spricht.

Es gibt ein Problem, das ist nicht von der Hand zu weisen. Und das ist auch relativ „normal“, wenn man bedenkt, dass da innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Andersgläubigen zur bisherigen Bevölkerung dazukommt. Dass das nicht ganz reibungslos abläuft, liegt allein schon in der Natur des Menschen. Das heißt nicht, dass man gleich Rassist oder verklärter Gutmensch ist.

Ganz so crasse Ausmaße wie in Dänemark – und damit komme ich zum Kreisschluss im Hinblick auf die Überschrift dieses Beitrags – muss es dann allerdings doch nicht annehmen, finde ich. Dort wurden unlängst zwei Muster-Studenten (Studiengebühr zahlend, hervorragende Noten schreibend) ausgewiesen, weil sie die erlaubte Wochenarbeitszeit um anderthalb Stunden überschritten haben. Also, bei einem von den beiden war das zumindest so. Und der hatte Frau und Kind in Dänemark. Schietegal, ab, zurück nach Kamerun. Der andere Student, dem die Ausweisung droht, aus Nepal, hat zumindest eine Anhörung erreicht. Auch ihm wird zur Last gelegt 2012 und 2013 zuviel gearbeitet zu haben. Das Unverschämte ist, er kannte diese Regel nicht und hat wegen dem Vergehen bereits eine Strafe gezahlt.

Wie man es dreht und wendet – der Umgang mit den Flüchtlingen ist falsch. So, wie einige es zu lösen versuchen, wird es nicht gehen, das steht fest.

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