24. Januar 2016

Bart, Bart, Baby!

*seufz*

Bärte… ich liebe sie. Vorausgesetzt, mann trägt ihn aus den richtigen Gründen. Nicht etwa, weil es hip ist, nein. Mann trägt Bart, weil er ein Mann ist, und nicht, weil es im GQ steht. Weil er fühlt, dass er ihn tragen muss.

Und jetzt hat auch noch die Wissenschaft festgestellt, dass Bartträger gesünder leben – denn in ihren Bärten leben weniger antibiotikaresistente Bakterien, als auf glattrasierter Haut.

Ich habe mir erlaubt, den Originalartikel aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen:

<<Eine Studie des Journal of Hospital Infection, für welche die Gesichter von 408 Männern untersucht wurden, hat gezeigt, dass Männer mit Bart einem weniger hohen Risiko ausgesetzt sind, sich mit Staphylokokken anzustecken (41,2% vs 52,6% bei Männern ohne Bart). Hierbei geht es insbesondere um die methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA).

Das MRSA-Bakterium verursacht Infektionen der Haut, wie Geschwüre und Furunkel und ist resistent gegen die meisten Antibiotika. In schweren Fällen kann MRSA zu lebensbedrohlichen Blutinfektionen, Lungenentzündungen und OP-bedingten Infektionen führen.

Die Bakterien übertragen sich durch Kontakt, entweder durch das Berühren eines Menschen, dessen Haut infiziert ist oder durch das Anfassen von Gegenständen, die mit Bakterien kontaminiert sind. Glücklicherweise sind nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung weltweit mit dem Bakterium infiziert.

Die Studie mit dem Titel “Bacterial ecology of hospital workers‘ facial hair: a cross-sectional study”, die am Boston’s Brigham und am Women’s Hospital durchgeführt wurde, ergab ebenso, dass sich glattrasierte Männer mit zehnmal größerer Wahrscheinlichkeit mit dem gemeinen Staphylococcus aureus anstecken, welches oft zu Haut- und Atemwegsinfektionen sowie Lebensmittelvergiftungen führt.

Wissenschaftler vermuten, dass der Unterschied hinsichtlich der Menge an vorhandenen Bakterien bei bärtigen und glattrasierten Männern durch mikrokleine Abschürfungen während des Rasierens hervorgerufen wird, da kleinste Schnitte in der Haut “die Besiedlung und Ausbreitung von Bakterien begünstigen.”

In einer gleichzeitig durchgeführten Studie für die BBC-Sendung ‘Trust Me I’m a Doctor’ war der britische Wissenschaftler Dr. Adam Roberts vom University College in London in der Lage, mehr als einhundert verschiedene Bakterien aus Bart-Wischproben auszumachen und eine Mikrobe namens Staphylococcus epidermidis zu isolieren, die andere, zur Entwicklung neuer Antibiotika wichtige Bakterien abtötet.

“So ein Bart ist ein ziemlich hart umkämpftes Gebiet, da gibt es eine Menge verschiedener Bakterien, die um Nahrungsquellen und Lebensraum konkurrieren, deswegen bilden sie selbst Antibiotika” erläuterte er der Daily Mail.

Dr. Roberts hat sogar erfolgreiche Tests auf E.coli durchgeführt, welches Harnwegsinfektionen verursacht. Seine Studie gilt als Durchbruch, da in den letzten 30 Jahren keine neuen Antibiotika auf den Markt gebracht wurden. An antibiotikaresistenten Infektionen sterben jährlich mindestens 700.000 Menschen, und es wird geschätzt, dass diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf 10 Millionen ansteigen wird.>>

Ihr habt es gehört, Männer.
More beards, please.

via Fefe

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